EMDR in Berlin & Online

Wenn Reden allein nicht reicht.

Was ist EMDR eigentlich?

EMDR ist ehrlich gesagt etwas schwer zu erklären und gleichzeitig sehr einfach zu erleben.

Es ist eine Methode, mit der wir nicht nur über Erlebnisse sprechen, sondern sie dort bearbeiten, wo sie wirklich hängen: im Nervensystem.

Manche Dinge hat man lange schon im Kopf verstanden,
aber der Körper reagiert trotzdem noch:
Herzklopfen. Enge. Wut. Scham. Rückzug.

EMDR setzt genau da an.

Warum nicht einfach nur reden?

Gespräche sind wichtig.
Verstehen ist wichtig.

Aber Trauma und alte Stressmuster sitzen oft nicht im “Verstand”, sondern in der Verbindung zwischen dem präfrontalen Cortex und der Amygdala, dem Reptilienhirn.

EMDR hilft dabei, belastende Erinnerungen so zu verarbeiten,
dass sie nicht mehr jedes Mal das gleiche Gefühl auslösen, ohne das wir gefragt werden.

Es geht nicht darum, etwas „wegzumachen“. Sondern darum, dass dein System merkt:
Das ist vorbei.

Ein Autounfall bleibt ein Autounfall. Aber das Hirn lernt: Es passiert nicht jetzt.

Für wen ist EMDR sinnvoll?

Für Menschen, die:

– immer wieder auf die gleichen Trigger reagieren.
– sich eigentlich „funktionierend“ erleben, aber innerlich scheitern.
– nach belastenden Ereignissen nicht richtig zur Ruhe kommen.
– mit Ängsten, Scham oder starker innerer Anspannung kämpfen.
– Flashbacks haben.
– nicht wissen warum sie unkontrolliert reagieren.

Wie läuft das ab?

Wir aktivieren gezielt eine Erinnerung oder ein Gefühl und arbeiten dann mit bilateraler Stimulation (z. B. Augenbewegungen, Vibrationen oder Tönen).

Das klingt technisch.
Ist es aber nicht.

Es ist ein strukturierter Prozess,
bei dem dein Gehirn beginnt, Dinge neu zu verarbeiten.

Oft spürt man relativ schnell eine Veränderung. Es kann sich spektakulär anfühlen, so wie ein Muskel der Jahrzehnte angespannt war und sich plötzlich entspannt. Es kann aber auch ganz klein und sanft kommen wie ein kleines Lächeln nach langer Trauer. 

Funktioniert EMDR online?

Die kurze Antwort:
Ja, es funktioniert und sogar sehr gut.

Ich arbeite online mit Stereo-Kopfhörern, was eine sehr stabile bilaterale Stimulation ermöglicht.

EMDR in den eigenen vier Wänden ist oft sogar ein einfacherer Einstieg in den Prozess. Je nach Thema kann es aber auch kontraindiziert sein. In einem Anamnese-Gespräch klären wir das vorab.

Auf dieser Seite habe ich mehrere Studien und Fragen zu Online EMDR zusammengefaßt.

„EMDR ist eine seltsame und zugleich erstaunliche Methode. Und jeder, der zum ersten Mal davon hört, mich eingeschlossen, denkt zunächst: Das klingt ziemlich schräg und irgendwie merkwürdig.“ – Bessel van der Kolk

Themen, die meine Patienten mit EMDR bearbeitet haben:

  • Finanzielle Blockaden, die zu immer gleichen Ergebnissen führen.
  • Die Angst das Haus zu verlassen.

  • Die Angst, kein guter Vater zu sein, nach einem traumatischen Unfall.

  • Die Angst als Schauspieler, vor der Kamera zu stehen, geprägt von Mobbing und Scheidungs-Themen.

  • Flugangst nach einem schlimmen Flug.

  • Dissoziation beim Sex, ohne genau zu wissen, warum.

  • Kontrolle im Rahmen von Essstörungen.

  • Schwierigkeiten, Menschen zu vertrauen, nach Jahren von Mobbing.

  • Die Angst, für immer alleine zu bleiben, trotz oder wegen dating apps.

  • Sich als Versager zu fühlen, wegen der eigenen sexuellen Orientierung.

  • Die Angst einen Partner zu verlieren.

  • Die Angst sich nie gut genug zu fühlen, wegen eines Elternteils.

  • Einen Job verlassen zu können, der sonst ins Burnout führen würde.

Filme über EMDR auf Englisch (mit deutschen Untertiteln):

Bessel van der Kolk erklärt EMDR

EMDRIA stellt EMDR vor